Die Straße der Stummen Bilder

Klanginstallation auf der Lahn


Datum: 12. und 13. August 2011

Uhrzeit: 18 Uhr Kanufahrt

Uhrzeit: 19 Uhr Kanufahrt

Uhrzeit: 21 Uhr Fahrt mit dem "Schlammbeisser" Boot

Eintritt: Pro Person: 8 €

 

Die Fahrt durch die Klanginstallation auf der Lahn dauert 1 Stunde und ist zwischen 18 bis 21 Uhr möglich: Wahlweise mit dem Kanu oder mit dem "Schlammbeisser" Boot.
Jeweiliger Start um 18:00 Uhr / 19:00 Uhr / 21:00 Uhr

Lahnufer in Gießen: Marinestuben Gießen, Wißmarer Weg 31, 35396 Gießen

 

Auf einer Strecke von 800 Metern werden die Szenen aus dem Drama "Woyzeck" am Lahnufer von Gießen in Richtung Marburg zu sehen sein. Damit verwandeln sich im Stück die Ufer des Flußes zur Bühne und ihr tragendes Element, das Wasser, zum Zuschauerraum. Der Besucher begibt sich auf das Wasser, um auf dem "Klangteppich" die Performance durchfahren zu können.

 

Blaue Laterne im Hessischen Fernsehen

Einen Vorgeschmack auf die Klanginstallation war in der Sendung
"Herrliches Hessen" am 19. Juli 2011 um 20:15 Uhr sehen.

Hier geht´s zum Beitrag


Herrliches Hessen: Unterwegs in und um Gießen

Herrliches Hessen: Unterwegs in und um Gießen
In dieser Folge ist Moderator Dieter Voss in Gießen unterwegs
und trifft auf die Blaue Laterne.
Quelle: © hr, 19.07.2011

 

19. Kultursommer Mittelhessen 2011

 

Gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Unterstützt durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen Thüringen

 

Mehr Informationen

Der einfache Soldat Woyzeck lebt am Rande der Gesellschaft. Mit Gelegenheitsjobs hält er sich, seine Freundin Marie und ihr gemeinsames uneheliches Kind über Wasser: er dient seinem Hauptmann als Laufbursche und stellt sich zudem einem skrupellosen Arzt als Versuchsperson zur Verfügung. Hauptmann und Arzt nutzen Woyzeck physisch und psychisch aus. Marie betrügt ihn zudem mit einem adretten Tambourmajor, während er von seiner Umgebung unaufhaltsam gestichelt und verhöhnt wird. Von depressiven Schüben heimgesucht, hört er Stimmen, die ihm befehlen, die treulose Marie umzubringen. In seiner Eifersucht und Enttäuschung ersticht Woyzeck seine Marie.

 

Als der junge Autor Georg Büchner 1837 mit nur 23 Jahren stirbt, hinterlässt er das Dramenfragment, das auf einer wahren Geschichte beruht. Das Verhalten des historischen Woyzeck, der an seiner Geliebten Mord verübt, zeigt modellhaft den Zusammenhang zwischen beruflicher Erfolglosigkeit, Armut, psychische Störung und Abgleiten in die Kriminalität. Die damalige Gesellschaft des frühen 19. Jahrhunderts, die durch Verelendung ganzer Bevölkerungsschichten gekennzeichnet ist, reagiert mit völligem Unverständnis auf diese Tat. Büchner nimmt 1936 das Verbrechen von Johann Christian Woyzeck zum Anlass, die gesellschaftliche Mitverantwortung an der menschlichen Tragödie zu diskutieren.

 

Die Interpretation ausgewählter Szenen des Dramas "Woyzeck" erfolgt durch die "stummen Bilder": in der audio-visuellen Performance werden durch die Haltung und Bewegung der Akteure Fragmente aus dem Stück szenisch dargestellt und durch Klanginstallationen zum Leben erweckt.

 

Klangkompositionen: Jörn Boldt
Gesang: Ln M
Inszenierung: Dagmar Titsch

 

Bühneneingang: Marinestuben Gießen
Für Essen und Getränke wird im gemütlichen Biergarten der Marinestuben gesorgt.

 

Das Projekt wird unterstützt durch:
Kulturamt der Stadt Gießen
Ski- und Kanu-Club Gießen e.V.
Marine-Verein Gießen 1892 e.V.
Gastronomie Marinestuben, Gießen
DLRG Kreisgruppe Gießen
Dustin Audio Production, Wetzlar

 

19. Kultursommer Mittelhessen 2011


Gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Unterstützt durch die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen Thüringen